Der erste Einsatz erfolgte am Samstagnachmittag schon nach sieben Minuten. In der Partie TSG Hoffenheim – SC Freiburg erzielte Leonardo Bittencourt das 1:0, stand dabei jedoch im Abseits. Was dem Linienrichter entgangen war, fiel dem Video-Assistenten am Bildschirm auf und so wurde das Führungstor aberkannt. Wenig später fiel die Entscheidung im Spiel Eintracht Frankfurt – Werder Bremen genau andersherum aus. Yuya Osako hatte Bremen mit 1:0 in Führung geschossen, der Linienrichter zeigte anschließend jedoch eine Abseitsstellung an. Allerdings hatte Sören Storks nicht abgepfiffen und daher die Überprüfung durch den Video-Assistenten möglich gemacht. Der stellte kein Vergehen der Bremer fest, folglich zählte der Treffer zu Recht.

Das dritte Spiel mit aktiver Teilnahme des Video-Assistenten war zugleich die letzte Partie des Spieltags. Im Duell zwischen Schalke 04 und Hertha BSC wurde Schiedsrichter Sascha Stegemann in der 13. Minute auf ein mögliches Handspiel im Berliner Strafraum aufmerksam gemacht. Nach kurzer Überprüfung der TV-Bilder gab es daraufhin einen Elfmeter für Schalke, den Daniel Caligiuri allerdings neben das Tor setzte. Abgesehen von dieser Szene gab es keinen weiteren Bedarf eines Eingriffes des Video-Assistenten, was den Trend des Spieltags bestätigte. Lediglich drei Mal in neun Spielen wurden die Helfer am Bildschirm benötigt – eine deutliche Verbesserung gegenüber den zehn Szenen vom ersten Spieltag, die sich sowohl durch eine uneinheitliche Anwendung als auch (zumindest teilweise) nicht nachvollziehbare Überprüfungen negativ auszeichneten. Daher ist hervorzuheben, dass sich nun bei der deutlich reduzierten Quote auch eine qualitative Steigerung zeigte, denn in allen drei korrigierte Szenen war die ursprüngliche Entscheidung auf dem Feld falsch. Somit erfüllte der Videobeweis hier in jedem Fall seinen Zweck.